Grüß Gott und willkommen!

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Im Monat Mai verehren wir in besonderer Weise Maria, die Mutter des Herrn. Wir kommen am Abend zur Maiandacht zusammen, singen Lieder und schmücken ihr Bild mit frischen Blumen. Der hl. Bernhard schenkt uns für diesen Anlass ein inniges Gebet:
„Du Maria, unsere Frau, unsere Mittlerin, unsere Fürsprecherin,
versöhne uns mit deinem Sohn,
empfiehl uns deinem Sohn,
stelle uns vor deinen Sohn.
Weil du, Gebenedeite, Gnade gefunden hast,
weil du vor allen anderen auserkoren bist,
weil du uns die Barmherzigkeit geboren hast,
lege Fürbitte für uns ein!
Er wollte voll Huld durch dich
an unserer Schwachheit und Armseligkeit teilhaben,
er möge auch uns durch dich teilhaben lassen
an seiner Herrlichkeit und Seligkeit:
Jesus Christus, dein Sohn, unser Herr.“
Sr. Irmengard Senoner und Schwestern

Wir sind nicht der Honig der Erde, sondern das Salz der Erde. Nun, Salz brennt, wenn es auf eine offene Wunde gerät, aber es verhindert auch, dass sich die Wunde entzündet. Das schreibt Georges Bernanos in seinem Buch „Tagebuch eines Landpfarrers“. Salz, die Wahrheit, ist oft nicht angenehm; sie brennt, aber sie heilt. Sie regt zum Nachdenken an, sie lässt uns selbst in einem neuen Licht sehen, sie führt zur Selbsterkenntnis, auch wenn es uns nicht schmeichelt. "Sie soll sein wie ein sanfter , warmer Mantel, den man jemanden um die Schultern legt. Und nicht wie ein nasser Putzlappen, den man jemanden ins Gesicht schlägt." (Max Frisch)
„Es ist meine Freude, mein Gott, deinen Willen zu tun, in meinem Innersten ist deine Weisung.“ (Psalm 40)
In meinem Innersten ist Gottes Wille zu erkennen, seine Weisung. Das lädt ein, innerlich zu sein, oft in die eigene Seele hinein zu schauen, um zu erkennen. Ist Gottes Wille eine Quelle der Freude? Ja, einzig durch die Liebe – die erste und wichtigste Weisung Gottes – gewinnen wir diese Einsicht und diese Gewissheit.
